Letzter Wille

Aktualisiert am November 5th, 2008

Unter einem letzten Willen oder auch letztwilliger Verfügung versteht man ein Testament.

 

Jeder Mensch hat das Recht, über sein Vermögen für die Zeit nach seinem Tod zu verfügen. Der letzte Wille einer Person, muss aber immer schriftlich vorliegen, mündliche Abreden, Zusagen oder Versprechen sind rechtlich unwirksam.

 

Ein Testament ist immer abänderbar, d. h. der Erblasser kann sich immer noch einmal überlegen, ob er das Testament inhaltlich ändern und für den Zeitpunkt nach seinem Tod eine andere Verfügung treffen möchte.

Im Testament muss angegeben sein, wer der oder die Begünstigten sein sollen.

 

Wenn gesetzliche Erben ausgeschlossen werden, da ein Testament zugunsten anderer Personen vorliegt, so haben diese immer noch theoretisch eine Pflichtteilsanspruch in Höhe ihres hälftigen Erbanspruchs gegen die im Testament Begünstigten. Hierzu näheres unter „Pflichtteilsrecht“.

Ein Testament darf jeder geschäftsfähige Bürger errichten. Das Testament kann entweder handschriftlich verfasst werden (eigenhändiges Testament) oder vor einem Notar (öffentliches Testament).

 

Ein Erblasser kann das Testament selbst verwahren, jedoch muss er unbedingt dafür Sorge tragen, dass es nach seinem Ableben auch gefunden wird. Wenn er sicher gehen will, dass dies auch der Fall ist, sollte er das Testament beim Nachlassgericht in Verwahrung geben.

 

Möchte der Erblasser sein Testament ändern, so ist der sicherste Weg, das eigenhändige Testament einfach zu zerstören und ein neues zu machen.

 

Ehepartner haben auch die Möglichkeit, ein gemeinschaftliches Testament (auch „Berliner Testament“ genannt) zu verfassen.